#05 Warum viele es nicht schaffen zu sparen & wie du das doch hinbekommst

Für viele ist es eine große Herausforderung, ein paar Euro auf die Seite zu packen. Und wenn es dann doch mal geklappt hat, muss dieses Geld oftmals schon im nächsten Monat wieder für irgendetwas hergenommen werden. Die Enttäuschung ist dann meist groß und es macht sich das Gefühl breit, dass „man einfach nicht sparen kann“.

In dieser Folge habe ich die wohl 7 wichtigsten Gründe für das „Spar-Problem“ zusammengetragen und gebe dir gleichzeitig zu jedem einzelnen Tipps, wie du diese umgehen oder besser machen kannst.

1. Kein konkretes Ziel haben

Wenn es um das Sparen geht, kursieren oft Sätze unter uns wie:

„Ich möchte mal irgendwie so ein bisschen was auf der Seite haben“ oder

„Ich hätte schon gerne mal einen Puffer auf der Seite“ oder

„Ich spare das, was am Ende des Monats übrig bleibt“.

Das Problem daran ist jedoch, dass Aussagen wie diese, kein konkretes Ziel darstellen auf das du zielstrebig zusteuern kannst. Und wenn das der Fall ist, wirst du so gut wie immer ziellos umhertreiben und vermutlich auch nie ankommen.

Hier mein Tipp: Lege einen konkreten Betrag fest, den du ansparen willst oder musst. Bestimme dann bis wann du dieses Ziel erreicht haben möchtest und breche dieses Ziel in mehrere kleine Ziele herunter. In diesem Fall können das dann z.B. monatliche Sparraten sein, die du eben jeden Monat aufbringen musst, um dein gesetztes Ziel bis zum Zeitpunkt X zu erreichen.

So viel zu den Hard Facts. Versuche außerdem auch eine emotionale Verbindung zu deinem Sparziel aufzubauen. Frage dich, was die Vorteile davon sind, Geld auf der Seite zu haben und welche positiven Gefühle das bei dir auslöst. Hole dir diese Gefühle immer wieder in dein Gedächtnis zurück. So verspürst du schon während des Weges diese positiven Gefühle und sparen fällt dir deutlich leichter.

2. Mutlosigkeit

Fühlst du dich irgendwie auch mutlos, wenn es darum geht „Geld zu haben“? Oftmals werden wir schon in unserer Kindheit & Jugend durch unsere Familie und Bekannte in Sachen Money Mindset geprägt. Sätze wie „Wir hatten noch nie Geld und werden es auch nie haben“ führen dazu, dass Geld negative Gefühle bei dir auslöst. Geld zu haben ist dann vielleicht komplett neues Terrain für dich und macht im ersten Moment sogar ein wenig Angst.

Hier eine Frage an dich: Sind solche Gedanken und Gefühle aus der Vergangenheit noch zuträglich für deine Lebensvision bzw. unterstützen sie dich dabei?

Finde ein Erlebnis bzw. eine Situation, bei der du in der Vergangenheit auch erst ähnlich negative Gefühle und Gedanken hattest, dieses dann aber trotzdem meistern konntest.

Und dieses Referenzerlebnis überträgst du auch auf deine Finanzsituation, wodurch du Selbstvertrauen schöpfst und das Thema entschlossener angehen kannst.

3. Kein Plan B für Fehlkäufe

Jeder kennt es, man nimmt sich etwas vor, hält es ein paar Tage super durch und dann irgendwann kommt der Moment an dem man sich einen Fehltritt leistet.

Dieser Fehltritt (z.B. ein Fehlkauf) demotiviert uns dann so sehr, dass man alles wieder sausen lässt.

Nach dem Motto: „Wenn es einmal passiert ist, brauche ich es gleich gar nicht mehr weiter machen.“

Vielleicht kennst du das auch vom Sport: „Einmal den Trainingsplan nicht eingehalten, dann mache ich gleich gar nicht mehr weiter. Ach.. und gesund ernähren muss ich mich dann ja auch nicht mehr, oder?“ ;D

Mein Tipp: Nimm dein Ego nicht so ernst und mach weiter!

Es ist IMMER besser sich einen (oder auch mal mehrere) Fehltritte zu leisten und dann aber wieder weiterzumachen, als komplett aufzuhören!

4. Kein Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben

Eines meiner Lieblingsthemen. Denn hier kommt eines meiner Lieblingstools zum Einsatz. 🙂

Es ist echt tricky zu sparen, wenn man keine Ahnung davon hat, wie hoch die Einnahmen und vor allem die Ausgaben überhaupt sind.

Ganz einfach: Es funktioniert quasi nicht. 😉

Aber! Ich habe es ja schon erwähnt, Budgets und ein Money Diary schaffen ganz einfach und schnell Abhilfe. I love it! 😀

Führe also ein Money Diary und setze Budgets für die einzelnen Lebensbereiche fest.

Special-Tipp: Vor allem nicht-monatliche Fixausgaben machen vielen oftmals einen Strich durch die Rechnung. (In Folge #08 und dem zugehörigen Blog-Beitrag unter Punkt 4 habe ich dazu nähere Infos für dich 😉 )

5. Fehlende Disziplin

Kommt dir das bekannt vor: Du hast dir, wie in Punkt 4 beschrieben, ein Money Diary aufgesetzt und Budgets geschaffen. Aber genau diese Vorlage kannst du nun nicht einhalten.

Dadurch verlierst du super schnell den Überblick und weißt dann meistens erst zu spät, dass du eigentlich schon über deinem Budget liegst.

Hier mein Tipp: Führe regelmäßig, also alle 2-3 Tage, dein Money Diary und gleiche es mit den festgelegten Budgets ab. Auch wenn du unterwegs bist, geht das super einfach mithilfe von bestimmten Apps oder deinen eigenen Aufzeichnungen in deiner Notiz-Funktion deines Smartphones. 🙂

Es bringt leider nichts, einfach immer nur aufzuschreiben und nicht während des Monats schon kurz auszuwerten, wie viel für die restliche Zeit noch übrig ist. Wenn du erst am Ende des Monats feststellst, dass du dein Budget überzogen hast, kannst du leider auch nichts mehr daran ändern.

6. Schlechte Gewohnheiten in Bezug auf Geld & Finanzen

Wir alle wissen, welche Handlungen eigentlich gut wären, um unser Geld & unsere Finanzen in den Griff zu bekommen. Was dann allerdings eine Herausforderung darstellt, ist die Handlungen auch wirklich als gute Gewohnheit in den Alltag zu integrieren.

Schaffe dir hierfür Rahmenbedingungen, die dir dabei helfen, diese Gewohnheiten auch wirklich einhalten zu können.

Belohnungen für erreichte Zwischenziele können ein gutes Mittel dafür sein. Oder aber auch eine gute Freundin als Commitment-Buddy, die dich dabei unterstützt, deine Ziele fest vor Augen zu behalten und mit den guten Gewohnheiten zu verfolgen.

7. Sparen wird als optional angesehen

Dieser Punkt ist wohl der Wichtigste von allen: Es ist NICHT optional, etwas für dein Zukunfts-Ich zu tun.

Viel zu viele sind nach dem Motto unterwegs: „Man kann es machen, muss man aber nicht.“

Mein Tipp: Sehe deinen monatlichen Sparbetrag wie eine monatliche Fixausgabe an und überweise diesen immer kurz nach deinem Gehaltseingang auf ein eigenes Konto. Fixkosten werden ja auch immer einfach so von deinem Konto eingezogen oder du überweist es automatisch jeden Monat durch einen Dauerauftrag. Ohne Diskussion. Sehe deinen Sparbetrag auch als nicht diskutabel an!

Wenn du hierzu noch weiter in die Tiefe gehen willst, dann höre wie immer gerne auch in die Podcast-Folge hinein und stelle mir sehr sehr gerne auch deine Fragen dazu an podcast@fraeuleinfinance.com. Ich freue mich riesig von dir zu hören.

Und wenn du jetzt so richtig loslegen möchtest, dann habe ich hier das Money Refresh für dich. Das ist eine kostenlose E-Mail-Challenge, mit der du eine Woche lang jeden Tag Übungen, Aufgaben und Inspirationen erhältst, um deine Finanzen & dein Geld von nun an richtig zu managen.

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